Wir betreuen Lebensräume.

Seltene halboffene Landschaften.

Wir schaffen und erhalten halboffene Landschaften, die in Küstenregionen in dieser Form und Ausprägung äußerst selten sind.

Die ausgewogene Mischung der verschiedenen Ökosysteme und deren Grenzlinien bieten ein Habitat für viele geschützte Wirbeltier- und Insektenarten.

Die extensive Beweidung wird naturverträglich und fachgerecht von unseren Kühen, Ziegen und Schafen als “Landschaftspfleger” durchgeführt.

Schafe bei ihrer Arbeit.

Schafe bei ihrer Arbeit.

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Salzwiesen.

Salzwiesen gelten im Naturschutz mit zu den wichtigsten Habitaten für geschützte Tierarten. Durch speziell angepasste Pflegekonzepte können wir diese Ökosysteme auf der Halbinsel bewahren.

Seltene Vogelarten, wie Kiebitze, Austernfischer, Rotschenkel, Wiesenpieper, Eiderenten und viele andere finden hier ihr perfektes Habitat.

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Mesotrophes Grünland.

Kräftiger, extrem verdichteter Geschiebelehm und eine extensive Weidewirtschaft schaffen eine mittlerweile selten gewordene Pflanzengesellschaft.

Böden dieser Güte werden oftmals intensiv genutzt oder gehen als Ackerbaufläche verloren.

Wir lassen Rinder die schmackhaften Gräser extensiv abweiden. Erhalten damit den Biotoptyp und schaffen Lebensräume für Pflanzengesellschaften wie dem Glatthafer (Bild links) als Leitart des mesotrophen Grünlandes und der Bibernelle als Kalkzeiger.

Bis diese Wurzeln der Gräser den Boden wieder gelockert haben, könnten Jahrhunderte vergehen.

Wald -

ein multivariables Sukzessionsmosaik.

Wald auf Wustrow.

Einst war die Halbinsel Wustrow komplett waldfrei. Bis auf ein paar Bäume im Park des Gutshauses (3 % der Gesamtfläche) waren keine Bäume auf der Insel vorhanden. Die Flächen wurden zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt.

Das heutige Bild wandelt sich. Durch natürliche Waldsuksession hat sich an vielen Stellen Neuwald gebildet. Dieser besteht hauptsächlich aus invasiven fremdländischen Baumarten wie der Spätblühenden Traubenkirsche (Prunus serotina).

Unser Anliegen ist, einen guten Kompromiss zwischen der Gestaltung halboffener Landschaften und der Förderung von Waldbildung zu finden. Eine komplett bewaldete Halbinsel oder ein Wald, der zu großen Teilen aus einer invasiven Baumart besteht, ist eine ökologische Verarmung.

Der Ziel- Waldtyp ist für uns und auch die Region die potentiell natürliche Vegetation. Das heißt: Der Wald, der sich ohne menschliches Zutun (incl. der Einbringung fremdländischer Baumarten) dort entwickeln würde, wäre der klimastabilste und gesündeste Wald. Auf Wustrow wäre das ein Waldmeister- Buchenwald (Asperulo-Fagetum).

Gestaltung von Ökosystemen, Schaffung von attraktiven Lebensräumen und Förderung einer extensiven Landschaftspflege.

Unser Ziel: Herstellung des perfekten Lebensraumes, für Tiere, Pflanzen und Menschen.

Wustrows Vegetation. Eine pflanzliche Vielfalt.

“Naturschutz durch Unterlassung”

- keine Option auf Wustrow.

Die hochinvasiven fremdländischen Pflanzenarten wie die Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) und der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) besetzen ökologische Nischen, die von einheimischen Spezialisten nicht mehr besiedelt werden können. Damit verringert sich die Biodiversität enorm und die schützenswerten Landschaften und Tierarten der Halbinsel gehen verloren.

Riesen- Bärenklau

Riesen- Bärenklau

Der Riesenbärenklau ist als Neophyt in der Krautschicht vertreten. Er übernimmt ökologische Nischen im Halbschatt- Milieu mit mäßigem Feuchtehaushalt und bevorzugt stickstoffreiche Bereiche. Bei Kontakt mit Pflanzenteilen werden beim Menschen schwere phototoxische Reaktionen hervorgerufen. Seinen Ursprung findet der Riesenbärenklau im Kaukasus.

Jakobs- Kreuzkraut

Jakobs- Kreuzkraut

Das Jakobs-Kreuzkraut, vermehrt sich generativ sowie vegetativ stark. Alle Pflanzenteile enthalten den leberschädigenden Stoff Pyrrolizidinalkaloide, der auch bei Hautkontakt giftig wirkt. Ursprünglich kommt das Jakobs – Kreuzkraut aus den mittleren Gebirgslagen Europas und Westasiens, weshalb es in Europa nicht als Neophyt gilt.

Spätblühende Traubenkirsche

Spätblühende Traubenkirsche

Die Spätblühende Traubenkirsche zerstört mit ihrem buschigen Wuchs und einer frühen Samenbildung und Fortpflanzung flächendeckend Halboffenlandschaften. Die Kirschen werden von Wildschweinen aufgenommen und über ihren Kot auf der gesamten Halbinsel verteilt. Ursprünglich kommt die Spätblühende Traubenkirsche aus dem Appalachen- Gebirge Nordamerikas.

Wildlife auf Wustrow.

Die verschiedensten Wildtiere haben auf der Halbinsel ihre Heimat gefunden.

Dazu zählen viele geschützte Arten, und jene, die sich gerne von ihnen ernähren würden.