Die Besatzer haben eine geschundene Insel hinterlassen.
Wir wollen die Halbinsel von ihrer Last befreien.
Wustrow als Naturparadies? Ein Mythos.
Kein Naturparadies sondern Müllhalde.
Naturschutz auf Müll gebaut.
Die Unterschutzstellung 1994 des NSG Wustrow war eine spekulative Flächensicherung von Vorranggebieten für den Naturschutz. Art und Umfang des Abzugs, der sowjetischen Truppen war da noch nicht absehbar und erfolgte ohne wissenschaftliche Begleitung.
Für den Pflege- und Entwicklungsplan wurde eine Altlasten– Verdachtskarte genutzt, die nur auf Grundlage einer Luftbildinterpretation entstand. Die illegale Müllentsorgung durch die sowjetischen Truppen ist unter dem Schutz der Kronendächer nicht sichtbar.
Schutt und Müll in der Gartenstadt.
Betonreste überall.
Große Exerzierplätze, Wege aus Betonplatten, gesprengte Hangars und andere militärische Einrichtungen hinterlassen ein wüstes Bild auf Wustrow. Dieses Bild wird von vielen mitten in der Landschaft stehenden Gebäuden komplettiert. Eine ungestörte natürliche Entwicklung kann sich unter dem ständigen Einfluss nicht autochthoner Materialien nicht entwickeln.
Bilder aus Zeiten militärischer Nutzung.
Munitionsbelastung.
Nach Aufgabe der militärischen Nutzung wurden in den 90ger Jahren ca. 250 ha von Munition beräumt. Die restlichen Teile der Halbinsel sind höchstwahrscheinlich bislang noch mit Munition belastet.
Wustrow ist kein Garten Eden.
Schwarzwild im Wald.
Gelege von Bodenbrütern - aufgefressen.
Wustrow bietet in seinen Brackwasserröhrichten und halboffenen Flächen viel Wohnraum für Tiere. Auch für Raubtiere wie Fuchs, Marder, Waschbär, Marderhund und Dachs. Dazu kommen noch unzählige Wildschweine, die gemeinsam jedes Stück tierischen Eiweißes auf der Halbinsel aufstöbern und auffressen. Die Schwierigkeit einer effektiven Populationsregulierung liegt in der Unbegehbarkeit der Brackwasserröhrichte und in den von Neophyten dominierten, zum Teil undurchdringbaren Sukzessionsgebüschen und Wüstengehölzen.
Altlasten sind unübersehbar.
Boden und Wasser leiden unter Altlasten.
Der gute Boden auf Wustrow wurde zerstört. Durch eine flächige Befahrung der Halbinsel von Panzern und anderen schweren Fahrzeugen ist Wustrows Boden derart verdichtet, dass es mehrere Jahrhunderte dauern wird, bis sich eine Auflockerung und Verbesserung einstellt.
Die Seen und Teiche auf der Halbinsel leiden unter den Altlasten.
Das einstige Gutshaus steht als Ruine im NSG.
Verbuschung der Halbinsel nimmt zu.
Altlasten, Mülldeponien, betonierte Flächen, sogar ein ganzes Klärwerk verschwinden unter neu aufkommendem Buschwerk, das zu großen Teilen aus der Spätblühenden Traubenkirsche besteht. Dadurch entsteht weiterer Wald und ein sorgsamer Rückbau der menschlichen Hinterlassenschaften wird immer schwieriger. Ebenfalls gehen ökologisch wertvolle Offenlandschaften, in Form von mesotrophem Grünland, verloren.