Tessenows Gartenkultur in Gartenstädten neu gedacht.

Kulturerbe mit Zukunft.

Gartenkultur Heinrich Tessenows - eine Reise zurück

Heinrich Tessenow, geboren 1876 in Rostock, gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Reformarchitektur.

Die Einfachheit und Bodenständigkeit seiner Reformarchitektur prägte er mit dem Satz:

„Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach.“

Dieses Engagement schlug sich bei seiner Reformierung des Wohnungsbaus und seinen zahlreichen Gartenstadt-, Wohnungs- und Schulgebäudeentwürfen nieder. Dabei stand die Schlichtheit und Sachlichkeit bei der Errichtung bezahlbaren Wohnraums im Fokus. Dazu gehörten ebenfalls kleine Nutzgärten zu jeder Wohnung, die den Namen der “Gartenstädte” bis heute prägen.

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  Die Gartenstadt ist kulturelles Erbe.

Neugestaltung der Bestandsbauten

Neugestaltung der Bestandsbauten

Gartenstädte auf Wustrow.

Die „Alte” Gartenstadt wird gekennzeichnet sein durch:

  • den Austausch baufälliger Gebäude durch neue Baukörper im vorhandenen Stil

  • typische Gestaltungselemente für die vorhandenen Gebäude: Anbau von Wintergärten, Veranden, Fensterklappläden, Pflanzenrankgitter, etc.

  • Privatgärten mit Einfriedungen aus Hecken, niedrigen Mauern und Zäunen

  • kleinere Stellflächenhöfe, durch Hecken von der Straße aus nicht einsehbar

  • behutsame Gestaltung neuer Gebäude

  • den Neubau eines Hotels mit 120 Betten

  • die Umwandlung des alten Kaufhauses in ein kleines Zentrum mit Läden für Nahversorgung, Restaurant, Post, Café und Bäckerei.

Die „Neue” Gartenstadt wird gekennzeichnet sein durch:

  • die weitgehende Erhaltung und Integration der vorhandenen Bäume in die neu geplanten Plätze und Alleen

  • die Neuanlage eines zentral liegenden Marktplatzes

  • die Errichtung einer Vielzahl von unterschiedlichen Haustypen (Reihenhäuser, kleinere Wohngebäude und große Landvillen)

  • Anpassung der Architektur an die traditionelle „Alte” Gartenstadt

Planung “Alte Gartenstadt”

Planung “Alte Gartenstadt”

Planung “Neue Gartenstadt”

Planung “Neue Gartenstadt”

Historischen Zeitgeist des Gartenstadtcharakters neu denken.

Durch Nutzung des Altbestandes, Renaturierung, und Neubau entsteht eine neue Gartenkultur.

Mit den vorliegenden Plänen weltweit geachteter Stadtplaner zur Entwicklung bodenständiger, lebens- und liebenswerter Nachbarschaftsbebauungen käme das bauliche Erbe der „Alten” Gartenstadt zu seiner Wiederbelegung und Erweiterung in angemessene Hände. Neben vielen anderen Auszeichnungen wurde dem beauftragten Stadtplanungs-Unternehmen DPZ der alternative Nobelpreis für Architektur, der Driehaus Preis für traditionelle Architektur, verliehen, der „außergewöhnliche Leistungen in Praxis, Lehre und Kritik von Architektur, Landschaftsarchitektur, Denkmalpflege und Stadtplanung” honoriert. Die Stadt Rerik bekäme einen Stadtteil, dessen beide Gartenstädte in ihrer Gesamtplanung unter Einbeziehung von Fuß- und Radwegen vollkommen aufeinander abgestimmt sind: eine Bereicherung für jede Stadt.


Die Entwicklung der Halbinsel Wustrow ist nicht nur aus städtebaulicher und kultureller Sicht interessant. Entsiegelung und Umnutzung von Flächen, Einbindung der Schutzgebiete, der Umgang mit Grünflächen und die neue Besiedelung sind auch aus Sicht des Naturschutzes von Bedeutung.